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Der April startete mit einem Scherz. Könnt ihr euch noch darin erinnern? Schneefall! Nachdem der März so wundervoll warm war, nun die alte kalte Leier. 

Gleich nachdem ich den Jungen in die Kita brachte, mummelte ich ein, was ich konnte: blühende Zweige von Nektarine und Pflaume, Hortensienspitzen, Salate und Anemonentriebe. Die Ranunkel holte ich rein. Der Garten sah gespenstisch aus. 

Drei Tage lang sollte es kalt werden. Am ersten Tag gab es Schnee, in der letzten Nacht dann den Frost. Wie platt am Morgen die Blütenblätter von den Veilchen herunterhingen und wie schnell sie sich bei wenigen Sonnenstrahlen doch erholten. Das hätte die Ranunkel nicht getan. Vier Nächte war es eisig, dann hatten es die Pflanzen geschafft.

Noch ein weiterer schlechter Scherz im April waren die Schädlinge, die meinen Garten übernahmen. Der April wurde beherrscht von Tipulas. Den Wiesenschnaken, besser gesagt von ihren Larven. Mit Schrecken mussten wir und unsere Nachbarn feststellen, dass sie sich bei uns breit gemacht haben, leider nicht nur im Rasen, sondern auch in meinem Blumenbeet, hier half es nur Lockmittel aufzustellen und sie abzusammeln. 

Ein (Alb-)Traum von Schädlingen

Und auch ansonsten war der April ein (Alb-)Traum von Schädlingen. Die kleinen Heuschrecken knabberten an den Rosen (- eine kleine hatte sich auch im Gewächshaus verkrochen und schon gab es Fraßspuren). Die Stachelbeeren hatten wieder Besuch von den Raupen der Stachelbeerwespe – denen ich jedoch bis dato gut Herr wurde. Denn gebrandmarkt vom letzten Jahr (hier war von einem Tag auf den anderen auf einmal die Stachelbeerpflanze kahl) wusste ich, dass ich nun die Stachelbeeren regelmäßig auf die unscheinbaren grünen Raupen mit dem schwarzen Kopf untersuchen musste. Daher sammelte ich sie über mehrere Tage immer wieder ab, sodass kaum nennenswerte Schäden entstanden sind. 

Die Säulen- und die Zwergnektarine zeigten nun mit der Entfaltung der Blätter, dass sie leider die Kräuselkrankheit haben und sogar den Pflaumen-Säulenbaum anscheinend angesteckt haben. Hier hilft es wohl nur, die Bäume im kommenden Januar/Februar zu behandeln. Jetzt blieb mir nichts anderes übrig, als die befallenen Blätter und Zweige auszubrechen, um die Infizierung einzudämmen.

Und meine Heidelbeere… die ist leider wohl total hinüber – wir wissen aber nicht weshalb. Auch meine Beerenexpertin aus meinem favorisierten Pflanzenhandel hatte dieses Mal keine Ahnung.

Weiter gehts zu den Äpfeln. Der eine Säulenapfel zeigte Mehltau, während der andere, der seit vergangenen Sommer im Kübel stand und nun wunderbar in der Sonne steht, sich bisher ohne jegliche Krankheiten zeigt. Die beiden letzten Jahre zeigte er Apfelschorf und Mehltau en masse. Verrückt, wie ein richtiger Standort doch zur Gesundung beiträgt. 

Die Tulpen waren eine herrliche Farbexplosion

Ein Lichtblick waren die Tulpen, die kamen und gingen und es war eine herrliche Farbexplosion an rauschenden bunten Blütenwogen. Von diesen Tulpen müssen im nächsten Jahr noch mehr in den Vorgarten!

Andere Tulpen gefielen mir wieder nicht ganz so gut oder müssen umgesetzt werden, damit sie besser zu Geltung kommen, da sie bereits von schnell wachsenden Sommerblühern verdeckt werden. 

Apropos Sommerblüher: Ich freue mich schon darauf im Sommer auf unserer Lounge zu sitzen mit  blühenden Einjährigen hinter mir. Dafür mussten wir jedoch erst einmal unser Projekt „Terrasse“ im Mai fertig stellen. Dieses nahmen wir spontan Anfang April in Angriff. Sobald die Arbeitszeit, das Wetter und die Kinder mitspielten, arbeiteten mein Mann (und weniger ich) an der Zusammensetzung der Steine. Die alte Version sah zwar gut aus, war nun aber doch unpraktisch geworden.

Ein paar Tulpensträuße konnte ich auch aus meinen Schnittblumenbeeten pflücken – wobei ich mir da mehr erhofft hatte. Ich werde im Mai die Zwiebeln herausholen und jede, die nicht aufgegangen ist, wegschmeißen. Gleichzeitig überlege ich, dass Schnittblumenbeet etwas zu vergrößern, ohne dass es groß auffällt und noch genug Platz zum Toben für die Kinder vorhanden ist. 

Zu meiner Freude blühte der Edelflieder „Ludwig Adenken von Späth“* dieses Jahr zum ersten Mal! Letztes Jahr zeigte er keine Blüte und ich war sehr enttäuscht. Vom Zwerg-Duftflieder* traute ich mich sogar einige wenige Zweige für die Vase abzuschneiden. Das Wohnzimmer roch für ein paar Tage herrlich blumig frühlingshaft. 

Und auch die Johannisbeerehochstämmchen standen in voller Blüte und versprechen eine große Ernte. Da freuen wir uns schon sehr darüber und auch an den Erdbeerpflanzen hingen viele grüne Früchte. Unterlegt habe ich sie mit Holzhäcksel, anstatt mit Stroh, sodass die Beeren nicht schimmeln. 

Erste Ernte von Salat und Kräutern

Ernten konnten wir bereits ein paar Salatblätter, frische Kräuter und Bärlauch*, den ich im vergangenen Jahr setze und der tatsächlich wiederkam. Auch eine Wiederkehr, mit der ich nicht rechnete, zeigte sich im Squarefootbeet. Da wachsen doch tatsächlich zwei Kartoffelpflanzen! Anscheinend vergaß ich im vergangen Jahr zwei Knollen herauszuholen. Jetzt bin ich umso glücklicher darüber, denn ich kam diese Jahr nicht dazu, Kartoffeln vorzukeimen oder zu setzen. Sogar mein geliebter Knoblauch fand seinen Weg in diesem Jahr nicht in die Beete. 

Zuguterletzt schafften wir es endlich wieder einmal unsere Gartenbank abzuhobeln und zu streichen. Sie ist schon seit acht Jahren unsere treue Begleiterin und stand bereits damals auf unserem Balkon. Nun hat sie vorerst ihren neuen Platz vor unserer Haustür, dekoriert mit Blumenkübeln und Willkommensgrüßen. 

Und auch die Himbeeren bekamen nach zwei Jahren endlich eine Rankhilfe. Aber wie bitte kamen drei Triebe aus dem Bottich, den wir als Wurzelsperre (ohne Boden) in der Erde versenkten? Ich zog sie erst einmal nur raus, wobei das wahrscheinlich nichts bringt. Aber die Erde war trocken und steinhart. Immer wieder interessant, dass Pflanzen dort durchkommen, wo der Spaten seine Schwierigkeiten hat. Ein Wunder für mich.  

Durch unseren Glauben verstehen wir, dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde, dass alles Sichtbare aus Unsichtbarem entstanden ist.

Hebr 11,3 (Hoffnung für alle)

Und trotz der Schädlinge, die den Monat heimsuchten, dominiert mein Dank und Frieden darüber, dass ich einen Garten meinen nennen darf. Dank und Glück darüber, eine Auszeit in der Natur gleich vor meiner Haustür zu finden, auch wenn es nur wenige Quadratmeter sind. Ich will mein bestes tun, diese Quadratmeter zu pflegen und sie wachsen zu lassen. 

Und schon war der Mai gekommen…

Unglaublich schnell ist er gekommen und auch schon wieder vorbei. Der Vorgarten erblüht in seinen kräftigsten Pinktönen, die er bieten kann, das kleine Gewächshaus ist abgebaut und das frostempfindliche Gemüse durfte nun in die Squarefoot-Beete.

Sogar die Terrasse wurde am vorletzten Mai-Tag fertig und wir konnten sie mit eigener Pizza einweihen. Das hier etwas neues im Garten steht, merkte sogar sofort unser kleines Mädchen. Sie schaut nun ganz interessiert nach draußen.

Der Urlaub bringt neue Umgestaltungsideen

Mit der Fertigstellung eines Projektes und zwei Wochen Urlaub – sprich mit viel Zeit um nachzudenken – gestalteten sich wieder einige neue Garten-Ideen in meinem Kopf. Nach drei Jahren in diesem Haus werden mir meine Wünsche, Vorstellungen und Träume rund um den Garten immer klarer.

Kurz gesagt: der Vorgarten soll ein richtiger verwunschener Cottagegarten mit Schnittblumen und Gemüsebeeten werden. Ein oder zwei kleine Kaffee- oder Abendausklang-Ecken dazwischen und vor allem Sichtschutz bieten. Irgendwann will ich ohne Vorhänge aus dem Wohnzimmer in den Garten schauen und dabei doch nicht von der Straße einsehbar sein.

Der „größere“ Garten soll moderner gestaltet sein. Hier steht unsere Lounge. Hier wird gegrillt, gegessen und getobt. Die dominierenden Farben im Sommer sollen dunkel, gelb und weiß sein. Meine Planung für den Vorgarten ist noch nicht abgeschlossen und die Umgestaltung wird frühestens im Herbst angepackt. Für den größeren Garten könnte es aber schon in diesem Sommer noch eine Veränderung kommen, wenn der Familienrat denn zustimmt. Mal sehen.

Aber back to the topic.

Die vorgezogenen einjährigen Sommerblüher, wie zum Beispiel Tagetes, Zinnie, Löwenmäulchen, Sommeraster und Ringelblumen fanden fast alle ihren Weg in die Blumenbeete und in unsere zwei neuen Hochbeete, die nun hinter der Lounge stehen. Im Sommer darf es nämlich hier hinter meinem Rücken wie wild blühen! Passend dazu fühlt sich mein Hochstamm der Rispenhortensie „Pinky Winky“* in ihrem Kübel pudelwohl, denn sie treibt kräftig aus und ich wiederum freue mich sehr auf ihre Blüten in der späten Sommersonne. (Momentan ist „Pinke Winky“ anscheinend nicht erhältlich, ihr ziemlich ähnlich ist „Mega Mindy“*.)

Ja, auch die Schädlinge sind im Mai noch da. Aber irgendwie habe ich mich nun an sie gewöhnt. Na gut, eine leichte Resignation und einen gewissen Widerwillen ihnen hinterherzulaufen verspüre ich ebenso. An den Erdbeeren muss ich immer wieder Raupen absammeln, die Früchte täglich pflücken, damit sie von den Schnecken nicht schneller einverleibt werden und eigentlich ÜBERALL sind Läuse. Weiße, schwarze, grüne… was es alles halt so gibt. Was mir nicht gefällt, ist, dass ich auch rote Spinnmilben hier und da krabbeln gesehen habe. Apropos rot: Schon fast einen Kilo Erdbeeren* konnten wir pflücken! Zusätzlich konnte ich eine ganze Fuhre an Liebstöckel*-Eiswürfel für das nächste Jahr einfrieren und eine extrem leckere Sauerampfer-Suppe kochen. Der Junge fragt nun schon wieder häufiger, ob das Essen auf dem Tisch aus unserem Garten kommt. Das freut mich sehr.

Die Pfingstrosen zeigten dieses Jahr recht viele Blüten (im vergangenen Jahr waren es drei an einer Pflanze) und müssen in der nächsten (ersten Juni-)Woche schon wieder abgeschnitten werden. Ich sage es ja immer wieder…wir dürfen einfach im Mai nicht in den Urlaub fahren, wenn wir die volle Blühzeit dieser Stauden genießen möchten. Jetzt Ende Mai ist auch die Pracht einiger Allium-Pflanzen und Akeleien vergangen. Interessanter Fakt: die Akeleien kreuzen sich untereinander. Ich hatte nur weiße und violette Akeleien im Garten, auf einmal diese wunderschöne pinkfarbene, deren Samen ich absammeln werde.

Dafür sind nun neben der Clematis die Rosen dran – die Englische Rose „Thomas A. Becket“ und die Märchenrose „Pomponella“* sind noch klein, aber wunderschön. Die Englische Rose „Winchester Cathedral“* ist noch ein wenig kümmerlich.

Und dann wurde die Garage einem ersten Frühjahrs-/Sommerputz unterzogen. Dabei entdeckte ich die Solar-Fackeln und Lichterketten, die ich gleich im Garten verteilt. Doch nun gilt es mit den ersten Sommerblumen auf dem Tisch: Genießen!

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