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Und schon ist der März vorbei. Hat er nicht gerade erst begonnen? Dieser Monat mit so vielen Sonnenstunden in diesem Jahr. Ach, wie sehr habe ich ihn genossen. Das erste Mal die wärmende Sonne auf der Haut zu spüren – ich habe dies so vermisst. Gefühlt waren die letzten zwölf Monate einfach nur verregnet und kalt. Umso mehr freute ich mich nun über die Sonnenstrahlen im Garten, denn sie brachen die Erde auf und es stießen die buntesten Frühjahrsblüher hervor. Dass es nun wieder regnerisch und kalt ist… darüber schweigen wir erst einmal. Auch reden wir nicht davon, dass ich doch glatt sechs Monate „Gartenjournal“ ausließ. Zu gutem Recht. Denn in dieser Zeit kam unser kleines Blumenmädchen auf die Welt und es gab einfach wichtigere Dinge in meinem Leben.

Doch nun ist der Frühling da und auch das Blumenmädchen beginnt ihn für sich zu entdecken. Lacht von der Wiese froh den Ranken der frisch eingepflanzten Erdbeeren zu, und bestaunt das Gras zwischen ihren Fingern. Auch ich staune wieder einmal über das Wunder Natur, das Gott in meinem kleinen Garten wachsen lässt. Die erste Biene holte sich den Nektar aus den Krokussen, die noch Anfang März in voller Blüte standen.

Ach, Herr HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich

Jeremia 32, 17, Lutherbibel 2017

Die ersten Blumen für die Vase

Am 10. März konnte ich dann die ersten Narzissen für die Vase schneiden – zwar noch ohne irgendwelche Zierde darum, nur sie ganz nackig und ein paar zu lang gewordene Hartriegelzweige, doch um den Esstisch herum duftete es auf einmal wunderbar blumig.

Auch die Anemone zeigte sich heuer sehr zeitig – ich weiß noch, dass sie im letzten Jahr kaum sichtbar unter den Bartnelken erblühte und ich sie regelrecht ans Licht führen musste. Nun sind die Bartnelken bisher noch in der Nanoversion ihrer selbst und die Anemone strahlt in ihrer ganzen Blühkraft.

Auch Grillen konnten wir zum ersten Mal und der Knirps möchte seitdem am liebsten immer draußen essen.

Zwischendurch wälzte ich Blumen- und Gartenzubehörkataloge und fand viele tolle Sachen – und war tapfer. Ich bediente mich lediglich dem mentalen Kaufrausch und ließ das Geld im Portemonnaie. Denn benötige ich all die tollen Dinge wirklich? Möchte ich damit mein Haus füllen? Auch in puncto Gartenausstattung möchte ich minimalistisch denken. Das Blumenbeet darf kunterbunt und überfüllt sein, doch mein Werkzeug übersichtlich, aufgeräumt und funktionell… auch wenn diese Holzkassette für Sämereien einfach schick aussieht.

Me-Time mit Kaffee und Zeitschriften/ Kataloge rund um den Garten.

Gelbe Strahlen im März: die Zwergforsythie

Ein anderer Hingucker ab Mitte März ist die Zwergforsythie, die dieses Jahr im Kübel auf der Vorgartenterrasse steht. So sehe ich die gelben Zweige auch vom Wohnzimmer aus und bekomme dabei gleich gute Laune. Falls es euch interessiert: Die Zwergforsythie heißt „Goldglöckchen ‚Nimbus'“ und ist wohl wunderbar kübelgeeignet. Ich habe sie letztes Jahr im Februar selbst bei der Baumschule Horstmann gekauft und bin bisher sehr zufrieden.

Im örtlichen Baumarkt erwarb ich ein 9er Pack Erdbeeren „Senga Sengana“ und probiere die nun in den Balkonkästen an unserem Hochbeet aus. Ich bin gespannt, wie sie werden. Ich nahm sie einfach mit und achtete beim Kauf ausnahmsweise gar nicht auf die Pflanzensorte. „Senga Sengana“ ist jedoch wohl eine sehr beliebte Erdbeere, die wunderbar in den Hausgarten passt. Sie sei sehr wachsfreudig, bringt hervorragend Ertrag und besitzt eine leckere Fruchtqualität. Nur für den Kübel sei sie – laut Internet – eigentlich nicht so geeignet, da sie sich lieber im Beet ausbreitet. Na, mal sehen. Notfalls wandern sie im Herbst dann ins Squarefoot-Beet um.

Meine alten Erdbeeren „HUMMI KletterToni“ sind nun bereits vier Jahre alt und der von ihnen in Besitz genommene Kübel ist total verwachsen, sodass ich sie nach den Eisheiligen entsorgen werde. In den Kübel setze ich dann die Zucchini. So der Plan.

Im Baumarkt nahm ich auch gleich Veilchen mit, wie auch eine Ranunkel und zwei Verpiss-dich-Pflanzen gegen den Katzenkot in unseren Squarefoot-Beeten. Hat jemand Erfahrung mit diesen Pflanzen? Ab wann wirken sie? Am Tag nach dem Einpflanzen war jedenfalls wieder Katzenkot im Beet. Meine Nachbarin gab mir nun als „Kot“-Schutz ein aussortiertes Zaunelement von einem Doppelstabmattenzauns. Das passt hervorragend drauf! Vielen Dank noch einmal! …denn falls jemand fragt: Nein, auch die Infarot-Schrecks haben nicht zur Abwehr geholfen.

Sobald die Pflanzen im Beet höher werden, wird sich das Problem von Natur aus lösen. In der Zwischenzeit ist das Zaunelement ein guter Schutz für die Keimlinge. Ich habe mich nämlich noch einmal an Pastinaken gewagt, mal sehen, ob sie dieses Jahr kommen. Im vergangenen Jahr hatte ich eine Erfolgsquote von 0 %. Mega.

Neue Pflanzkübel für die Terrasse

Eine Woche später stand ich wieder im Baumarkt. Dieses Mal sollten schöne Blumenkübel für meinen Rispenhortensienhochstamm „Pinky Winky“ und die Sibirische Heidelbeere „Eisbär“ her. Beide setzte ich im vergangenen Sommer in eine einfache Mörtelwanne (ca. 70x40cm). Zwar fühlte sich die Heidelbeere dort zum ersten Mal richtig wohl, doch sollen die im Garten verteilten Mörtelwannen dieses Jahr stückweise weichen. Nun haben beide Pflanzen ihr eigenes Heim und ich bin gespannt, wie sie sich entfalten. Ein Foto folgt.

Von Kräutern, Saatgut und Dahlienknollen

Mitte des Monats rief mich meine Mutter an: „Marijtje, möchtest du mit zum Pflanzenhandel?“.

Eigentlich sprach alles, wirklich alles, an diesem Tag gegen den Besuch, aber ich schaffte es doch genug Gründe und eine Möglichkeit zu finden, mit ihr gemeinsam durch den Pflanzenhandel zu streuseln. Dabei kamen frischer Schnittlauch, Krause Petersilie (nach Jahren hatte ich mal wieder Lust auf sie), Sauerampfer (den der Junge fast schon leer futterte, sobald er im Beet eingepflanzt war), eine Schoko- und eine Apfelminze in meinen Einkaufswagen, wie auch diverses Saatgut: Kletterzucchini, Schlangengurke, Snackgurke, Melonenbirne, Prächtiges Bährenohr, Mandelröschen und Strandflieder.

Und irgendwie landeten auch noch Dahlienknollen und ein kleiner Schopfsalbei mit aufs Kassenband. Nachdem ich im vergangenen Jahr Pech mit meiner gekauften Dahlie hatte (Mehltau und Schnecken!), wollte ich das Projekt „Dahlie“ eigentlich erst im nächsten Jahr richtig angehen – mit der Unterstützung von Erin Benzakein mit ihrem Buch über Dahlien, welches es bisher leider nur auf Englisch* gibt. Na gut, ein kleiner Probeversuch schadet ja nicht. So schwer können die Dahlien doch nicht zu händeln sein…in der Hoffnung, dass das Buch noch in diesem Jahr auf Deutsch erscheint.

Die Apfelminze kaufte ich vor allem für die Blumensträuße. Katharine vom Blog aus-dem-garten.de beschreibt sie hier so toll, sodass ich schon immer die Augen nach ihr aufhielt, jedoch bisher nicht fündig wurde. Bis jetzt – und so packte ich die Gelegenheit beim Schopf. Apropos Schopf – für den Schopfsalbei habe ich tatsächlich noch keine schöne Stelle gefunden. Ups. 

Die grüne Fracht wird gemeinsam mit dem Blumenmädchen im Lastenrad transportiert.

Tschüss Trockenblumen – hallo duftender Frühling!

Am 25.03. war der Tag der Tage und ich konnte meiner Leidenschaft endlich wieder frönen! Zum ersten Mal in diesem Jahr konnte ich mich im Garten bedienen und einen richtigen Blumenstrauß pflücken. Ich war so begeistert. In den Tagen darauf kamen noch ein paar Tulpen für den Eingangsbereich dazu – tschüss Trockenblumen, hallo Frühling! Dazwischen brachte ich noch einer lieben Arbeitskollegin ein kleines Duftsträußchen als Überraschung ins Büro vorbei; bestehend aus roten Tulpen, dunkelgrünen Rosmarinzweigen und duftenden Apfelminzstängeln.

Die Apfelminze pflanzte ich derweil erst in den Vorgarten ein und holte sie jedoch kurze Zeit später wieder heraus. Aufgrund ihrer Wucherfreudigkeit kam sie vorerst in den Kübel, wo ich zunächst einmal ihre Wuchsfreudigkeit beobachten kann. Bei dieser Pflanzaktion machte ich jedoch eine unschöne Entdeckung: Ich stieß auf eine Narzissenzwiebel, die komischerweise noch nicht ausgetrieben war. Stattdessen war sie matschig und iiih – es waren Maden darin! Ich musste zweimal hinsehen – Maden unter der Erde in einer Blumenzwiebel? Was es nicht alles gab. Und hakte es ab, indem ich die Zwiebel fortwarf. 

Die Narzissenfliege, Tulpenfeuer und Läuse

Zwei Tage später recherchierte ich dann doch. Und Juchheissa! Die Maden gehören der sogenannten Narzissenfliege an. Noch nie von ihr gehört? Ja, ich auch noch nicht und niemand anderes in meiner Umgebung. Aber es gibt sie und anscheinend und dass nun auch in meinem Garten. Näheres zu ihr plane ich in einem eigenen Beitrag zu schreiben.

Apropos Schädlinge: Nachdem unser Mädchen morgens recht pünktlich 5 vor 6 Uhr oder 6 vor 5 Uhr (danke Zeitumstellung) täglich aufwacht, auch am Wochenende, nahm ich mir an einem schönen Samstagmorgen gemütlich eine Tasse Kaffee und blätterte in meiner Gartenzeitung, während sie neben mir spielte. Dabei las ich einen Artikel, in dem es um Tulpen ging. In einem Nebensatz wurde das Tulpenfeuer erwähnt. Noch hellhörig aufgrund meiner Bekanntschaft mit der mir bis dato unbekannten Narzissenfliege, schaute ich gleich nach, was denn dieses Tulpenfeuer sei. Kurz gesagt: Es ist ein Pilz, der die Zwiebel befällt und dadurch die Blätter verbrannt aussehen lässt. Die Blütenköpfe kommen gar nicht oder nur kümmerlich hervor. Nach einem kurzen Blick auf mein Tulpenschnittbeet wurde mir klar: Ja, auch diesen Schädling habe ich daheim. Wahrscheinlich kaufte ich mir ihn bei den Online-Sparpacks der Tulpenzwiebeln für die Schnittblumenbeete ein. Anscheinend gibt es hier auch Qualitätsunterschiede – ich weiß es nicht. Jedenfalls lerne ich stückweise dazu.

Auch die Läuse sind da. Ich hatte bereits auf sie gewartet. Regelmäßig Blicke auf meine Rosen und den kleinen Schneeball geworfen. Und zack, ein Wochenende über 20 Grad Celsius und die Blätter des Schneeballs kräuselten sich wieder, wobei ich komischerweise keine Laus entdecken konnte. An der Rose hingegen klebten die kleinen grünen Plagegeister schon zuhauf. Auch meine Spornblume ist interessanterweise betroffen. Hier stecken die weißen ihrer Art in gekräuselten Blättern. Sehr seltsam. Im internet fand ich dazu bisher keinerlei Erfahrungen. Sind eure Spornblumen davon auch betroffen?

Neue Heimat für die Schweizer Kätzchenweide

Nach meinem Instagram-Post über die ersten Kätzchen an meinem kleinen Salix Helvetica-Hochstamm überlegte ich doch noch einmal, ob die aktuelle Standortwahl für sie wirklich so passend ist. Letztes Jahr verlor sie schnell ihre Blätter und benötigte in ihrem Kübel einiges an Wasser. So pflanzte ich sie dann doch an einem schattigeren Ort ins Beet um. Und auch wenn ich glaube, dass der Standort ziemlich perfekt ist, wäre er auch wirklich sehr geeignet für eine Rose, mit der ich noch liebäugel… zudem habe ich leichte Befürchtungen ob der Wurzelintensität der kleinen Weide. Ich habe daher eine Anfrage bei der Baumschule Horstmann gestellt, ob solch eine kleine Pflanze wirklich auch die Platte unter unserer Gartenhütte anheben könnte oder nicht. Die Antwort ist noch offen. Im April kann ich hier sicherlich mehr dazu schreiben. Übrigens: Gut, dass ich die Salix aus ihrem Kübel holte. Denn mit ihr kamen mindestens 25 Engerlinge ans Tageslicht. Würde gerne wissen, wie die da hinkamen.

Bye bye Rose und Glanzsmipel Red Robin

Im gleichen Atemzug beschloss ich meine Glanzmispel Red Robin zu verkaufen und eine Rose zu verschenken, zu der ich eine regelrechte Hassliebe pflegte. Die Glanzmispel kaufte ich vor drei Jahren als „Hauptsache-irgendwas-an dem-ich-eine-Weihnachtslichterkette-hängen-kann“-Pflanze für den Eingangsbereich nach unserem Einzug ins Haus. Im darauffolgenden Frühjahr wanderte sie in den Vorgarten. Doch nachdem der Vorgarten immer mehr an geplanter Gestalt annahm, gefiel sie mir dort überhaupt nicht. Ihre rotes Laub sieht zwar schön aus, aber passte überhaupt nicht zu den restlichen Pflanzen. Sogar meinem Mann fiel das auf. So ging sie wieder in den (zu kleinen) Kübel, kippte so bei fast jedem Wind um und stand einfach nur so rum. Nun ist sie fort, ich trauere ihr nicht nach. Sie passte einfach nicht zum wortwörtlichen Pflückgarten. 

Und die Rose? Ja, sie war meine gepflegte Hassliebe. Wir bekamen sie zur Hochzeit geschenkt und als Mädchen mit Null Ahnung über Garten und Pflanzen, blieb sie auf unserem Balkon für einige Jahre in ihrem Kübel stehen. Der Name war mir von Beginn an unbekannt und so konnte ich noch nicht einmal sagen, welche Pflege sie wirklich benötigte, welches Wachstum sie verfolgte, etc. Ich weiß nur, dass sie jedes Jahr die erste Pflanze mit Lausbefall war, kurz wunderschön in Weiß erblühte und dann alle Blätter aufgrund von Sternrußtau verlor, sodass ihre zweite Blüte, nun ja, erbärmlich ausfiel.

Im letzten Jahr setzte ich die Englische Rose „Winchester Cathedral“ neben sie und ich überlegte schon damals, ob es nicht sinnvoller sei, die Hochzeitsrose gleich herauszuholen, damit sie die andere nicht ansteckt. Ich konnte mich jedoch von ihr noch nicht trennen. Tja, und so hatte die Winchester Cathedral dann im gleichen (verregneten) Sommer auch leichten Sternrußtau.

Nun machte ich Tabula rasa und verschenkte sie an jemanden, der hoffentlich mit ihr besser zurecht kommt und sie gesund pflegen kann.

Viel zu warm für die Keimlinge 

Ach ja, und ich säte aus. Leider war unser Haus viel zu warm und die Keimlinge schossen in die Höhe, zwar waren ihre Stängel stabil, jedoch viel zu lang. So musste ich sie kurze Zeit später bereits umsetzen. Nun sind sie im kleinen Folien-Gewächshaus. Mit dem muss ich mich noch anfreunden. Gleich am ersten Tag vergass ich zu lüften. Und wie ist es das nun bei den kalten Temperaturen, die bevorstehen? Muss ich die Pflanzen wieder reinholen oder kann ich sie im Gewächshaus lassen?

Vorziehen gehört absolut nicht zu meinen Lieblingsarbeiten.

Terrassenzeit

Und sonst? Alles fängt an zu blühen, man kann den Pflanzen dabei zusehen, wie sie immer größer werden und dann Farbe zeigen. Sogar der Spargel stößt bereits durch die Erddecke!

Die Terrasse räumten wir Anfang des Monats auf. Die Matschküche wurde aufgebaut, die Holzbank abgehobelt. Nun muss diese noch gestrichen werden. Der Junge hat eine eigene Erdbeerkiste bekommen, da darf er im April noch „Dieschen“ (Radieschen) aussäen. Zudem beschlossen wir noch die hintere Terrasse neu zu gestalten und Erde im Rasen aufzufüllen. 

Am Ende des Monats düngte ich nun noch einmal alles: Rosengewächse, Beerensträucher, Obstbäume, Erdbeeren, Stauden und den Rasen. Zu guter Letzt verteilte ich noch ein wenig Hornspäne zwischen die Tulpen. Danach stank meine Kleidung nach Landluft. Na gut, Hauptsache die Tulpen blühen schön. Und zwar jetzt schon! Denn ich habe in mein Fotoarchiv geschaut – und tatsächlich waren die Pflanzen im vergangenen Jahr alle einen Monat später dran. Umso mehr freue ich mich dieses Jahr schon an der Frühlingspracht.

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