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Es begann irgendwann zwischen den Jahren 2017 und 2018. Im Januar ’18 hatte es mich schon gepackt. Das Fieber, die Begeisterung. Der Wunsch neu zu denken und seinen eigenen Hausrat zu reflektieren. Nein, nicht nur Gegenstände, auch das eigene Verhalten.

Ich weiß gar nicht mehr, was eher geschah: Entweder erzählte mir meine Schwester ganz beiläufig von der Konmari-Method* oder ich las zufällig davon auf einem Blog. Doch ich erinnere mich, dass ich mir das Hörbuch zu „Magic Cleaning“* direkt zum Jahresbeginn anhörte, während ich bereits meinen Kleiderschrank aussortierte und es noch im Januar bereits weiterempfahl.

Seitdem tauschen wir uns als Schwestern regelmäßigSeitdem tauschen wir uns als Schwestern regelmäßig mit Informationen zu den Themen #minimalismus #slowfamily #lowwaste #nachhaltigkeit #finanzen aus. Irgendwie haben diese Themen uns über die letzten Jahre noch stärker verbunden, als dass wir es ohnehin bereits waren.

Im folgenden möchte ich euch aufzeigen, wie lange bereits mein Weg zum Minimalismus geht. Häufig denke ich, jetzt müssen wir es doch einmal geschafft haben – sicherlich geht es auch einigen von euch so. Seht es also als Ermutigung an, den Weg immer weiter zugehen, auch wenn du selbst noch kein Ende siehst. Wir als Familie stehen auch erst am Anfang des Weges.

2018

Anwendung der KonMarie-Methode* so gut wie es damals ging. Der intensive Zeitraum des Sortierens der ersten Kategorien zog sich bis in den Sommer hinein.

2019

Verabschiedung von weiteren Dingen. Viel Kleinkram. Sortierung und Digitalisierung von unzähligen Dokumenten, Geschäftsunterlagen und privaten Fotografien. All dies wollten wir nicht mehr mit uns tragen und in unseren neuen Lebensabschnitt einbringen – denn im März zogen wir in unser Haus.

Mit Geburt unseres Sohnes kam im Sommer zum alleinigen Ausmisten und dem Prinzip „Jedes Dinge hat seinen Platz“ (hat noch nicht geklappt, dafür hatten wir einfach noch zu viel Gegenstände) der Nachhaltigkeitsgedanke hinzu. Erste Versuche im Selbermachen von Lebensmitteln wurden von mir gestartet und teils auch wieder verworfen. Doch was geblieben ist, war der Gedanke Gemüse und Obst im eigenen kleinen Garten bestmöglich (effizient und effektiv – schau gerne auf der Seite Der Pflückgarten vorbei) anzubauen. So beschäftigte ich mich hier zum ersten Mal mit dem Prinzip des Square Foot Gardenings. Zudem erster Besuch in einem Unverpacktladen – natürlich gemeinsam mit meiner Schwester.

Zusätzlich erschien das Thema der Capsule Wardrobe zum ersten Mal auf meinem Wissensbildschirm. Dazu lieh ich mir ein Buch meiner Schwester aus und betrachtete und erfühlte über mehrere Wochen verstärkt meine Kleidung. Welche Kleidung zwickte? Störte mich im Alltag wegen einer Kleinigkeit ungemein? Umgesetzt habe ich die Capsule Wardrobe bis heute nicht. Stichwort: Schwangerschaft, Stillmode, neuer Lebensstil (Kleidung für den Spielplatz und für das Business, gleichzeitig sich im neuen Ich und einem eventuell neuen Modestil finden – das alles war in dem Moment dann doch zu viel).

2020

Aufbau der Square Foot Gardening-Beete und eine ansteckende Begeisterung für diese Methode nimmt mich in den Bann.

Befassung mit meinem Farbstil und meines Körpertyps – durch diverse Onlinerecherche. Daraufhin habe ich etliche Kleidungsstücke aussortiert.

Entdeckung des 6-Konten-Modells für uns als Familie und Beginn regelmäßig alle Ausgaben zu notieren, größere Wünsche zu notieren, um eine detaillierte Finanzübersicht zu erhalten. Vorher war eine grobe Excel-Liste vorhanden, die zwar seit Jahren von meinem Mann gepflegt wurde, mit der ich jedoch nicht zurecht kam.

Mit den ersten Schritten meines Sohnes und seiner selbstständigen Art, die er uns gerne bis heute zeigt, entdeckte ich – auch wieder über Blogs – die Montessori-Pädagogik für uns. Eine Investition in langfristige und nachhaltige Spiel- und Lernmaterialien folgte.

Nebenbei las ich viele Bücher zum Aufräumen, zum Minimalismus, Blogs zu Montessori und Finanzplanung.

2021

Unsere Finanzplanung wird immer regelmäßiger. Und wir können wieder einen Schritt zurückgehen. Ausgaben können wir nun besser einschätzen. In diesem Sinne Suche nach Inspiration in der Frugalismus-Szene, die jedoch nur ansatzweise etwas für uns ist.

Nach zwei Jahren in unserem Haus, haben wir das Gefühl, dass wir einfach immer noch zu viel besitzen. Gegenstände, die wir genauso lang nicht anschauten wie wir nun hier wohnen, werden am Straßenrand verschenkt, größere und kleinere Dinge verkauft, viel Papier wird entsorgt. Und einiges wird noch überdacht.

Mit dem Sommer führe ich eine In- und Outcome-Liste ein. Für die Montessori-Methode bleibe ich weiterhin begeistert. Zusätzlich beschäftige ich mich mit der Morgenroutine. Wobei alle drei letzteren Punkte durch die vorangehende Schwangerschaft, Müdigkeit und der gewissen Neigung zum Nesttrieb durcheinander gerät.

Rückblick

Alle Phasen waren immer wieder mit Durchhänger gespickt, abgerundet mit vielen Verdrängungen und vor allem war es ein stetiger Lernprozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist. Noch immer hat nicht alles seinen Platz, noch immer herrscht stetig Unordnung, noch immer schaffen wir es uns Fehlkäufe zu leisten, noch sind wir nicht immer entspannt im Alltag und noch immer steht unsere Garage mit viel zu vielen Verpackungskartonagen voll. Noch immer ist ein Morgen sehr unterschiedlich gestaltet (hallo Familienleben!). Trotzdem bemerke ich, dass eine gewisse Ruhe – insbesondere in Bezug auf unseren Sohn – wohltuend eingekehrt ist. Das freut mich ungeheuer.

Ausblick

Für dieses Jahr stehen wieder meine Square Food Gardeding-Beete auf der Reihe. Zudem möchte ich unsere Lebensmittel und Essensplanung besser planen. Da probiere ich gerade verschiedene Taktiken aus.

Für das zweite Kind überlegen wir Stoffwindeln zu nutzen und uns nicht all zu viele Neuanschaffungen anzueignen.

Irgendwann nur ein Auto zu fahren, zählt aktuell auch zu unseren Wünschen. Ebenso wie Low Waste einzukaufen und online viel weniger zu bestellen. Eine feste Morgenroutine zu haben. Und eine Abendroutine. Mehr Andacht. Mehr monatlich finanziell zu investieren. Mehr Momentaufnahmen bewusster zu leben und bewusst zu erleben – vor allem gemeinsam mit dem Knirps. Auch ganz im Sinne von Montessori.

Wie ergeht es euch? Seid ihr schon auf dem Weg Richtung Minimalismus und was bedeutet dieser überhaupt für euch? Über einen Kommentar freue mich jederzeit.

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