Heute ist mein erster Tag als Hausfrau. Mal wieder.

Zum ersten Mal dachte ich an diesen Satz als ich 2017 mein Studium beendete und mein Job als Selbstständige erst drei Monate später losging. Mit 24 Jahren erschien mir der Satz irgendwie zu groß, befremdlich und nicht zu mir passend.

Und nun sage ich es wieder. Überdenke diesen Satz jedoch. Revidiere meine Gefühle hierzu grundlegend.

Denn heute ist mein erster Tag im Mutterschutz. Eine ganz andere Situation. Ich bin seit 2017 gewachsen. Was ist seitdem nicht alles passiert. In dieser Zeit waren mein Mann und ich für fast drei Monate in Nordamerika unterwegs, ziemlich genau drei Jahre war ich selbstständig tätig (als erster Job nach dem Studium) und seit einem guten dreiviertel Jahr sammelte ich nun Erfahrungen im Angestelltenverhältnis, während ich nebenbei in einem bundesweiten kirchlichen Ausschuss ehrenamtlich ebenfalls interessante Einblicke erhalten darf. Und das wichtigste: Seit zweieinhalb Jahre darf ich mich schon Mama nennen lassen und genauso lange mitverantwortlich sein für ein eigenes Haus und nun seit über acht Monaten ein neues Leben in mir spüren.

Zwischendrin so viele Prägungen, so viele Wendungen, so viele Momente, die ich nicht erwartet hätte. Und immer das Wissen dabei: Gott führt mich.

Und so stehe ich heute wieder vor dem Satz: Heute ist mein erster Tag als Hausfrau.

Nun ist dieser Satz nicht mehr befremdlich. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne meinen Blazer anziehe und meiner Tätigkeit in der Beratung nachgehe, dass ich es mir tatsächlich (aktuell) nicht vorstellen könnte, 24/7 für mehrere Jahre den Vollzeit-Job als Hausfrau zu stemmen. (Denn das ist es! Ich habe vor jeder Frau und jedem Mann tiefsten Respekt, der diesen Job nachgeht.)

Doch wer mich kennt, weiß ebenso, dass ich eine gewisse Abwechslung liebe. Und so freue ich mich auf das nächste Jahr – und in diesem Moment bewegt sich die kleine Wolke in meinen Bauch, dreht sich herum, als ob sie sagt: ich freue mich auch!

Was wird alles in den nächsten Monaten passieren? Wie wird sich mein Meinungsbild über uns als Eltern, über Kinder, über Erziehung ändern? Wie werden sich meine Leidenschaften, Freundschaften und Interessen sich wechseln? Was wird die Zukunft mit sich bringen? Auch hier weiß ich es nicht. Nur wieder einmal: Gott wird uns als Familie führen.

Wie erging es euch zu Beginn des Mutterschutzes?

Welche Gefühle gingen euch durch den Kopf? Schreibt mir gerne in die Kommentare eure Erfahrungen.

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